14.01.19 11:25 Alter der Meldung: 218 Tage

Geschäftsjahr 2017/2018

Positives Jahr trotz geringem Windaufkommen. Die Energie Burgenland Gruppe setzt auf Innovationsprojekte, Kunden als Partner und Mitarbeiterentwicklung.

Copyright: Maria Hollunder

Foto: Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits und Vorstandsdirektor Alois Ecker

„Das vergangene Geschäftsjahr verlief für die Energie Burgenland trotz rückläufigem Umsatz insgesamt positiv“, erklärte Michael Gerbavsits, Vorstandsvorsitzender der Energie Burgenland, gemeinsam mit Energie Burgenland Vorstandsdirektor Alois Ecker bei der Pressekonferenz. Aufgrund des schwachen Windaufkommens und der damit zusammenhängenden geringeren Erlöse aus der Ökostromproduktion ging das Betriebsergebnis zwar auf rund 26 Mio. EUR (VJ: 30,8 Mio. EUR) zurück, der Jahresgewinn stieg hingegen auf 22,7 Mio. EUR (VJ: 20,6 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wurde der 2015 gestartete Smart Meter-Rollout weiter gesteigert und liegt nun konstant bei mehr als 5.000 eingebauten Zählern pro Monat. Zudem wurden die Vorbereitungsarbeiten für die 3. Windausbauphase, die ein Gesamtinvestitionsvolumen von 400 Millionen EUR für die nächsten 5 Jahre auslöst, abgeschlossen. Für das laufende Geschäftsjahr plant die Energie Burgenland Investitionen in der Höhe von rund 110 Mio. EUR (VJ: IST 100,5 Mio. EUR).

Investition in Netze und Innovationen
Im Geschäftsjahr 2017/2018 hat die Netz Burgenland im Rahmen der Investitionen und Instandhaltung 17,6 km Erdgasleitungen aus PVC erneuert und 660 Hausanschlüsse saniert. Im aktuellen Geschäftsjahr nimmt die Netz Burgenland rund 100 Mio. EUR in die Hand, um die gewohnt hohe Versorgungsqualität auch in Zukunft zu erhalten und die Netze zukunftsfit zu halten. Während in die Instandhaltung an die 27 Mio. EUR fließen (Strom 20,1 Mio. €, Erdgas 6,6 Mio. €), belaufen sich die Investitionen in beide Netze auf mehr als 71 Mio. EUR € (Strom: 61,2 €, Erdgas 10,2 €). Außerdem will die Energie Burgenland durch verschiedene Investitionen in neue Geschäftsmodelle und Energietechnologien, die Energiezukunft aktiv mitgestalten. „Das Ziel von Energie Burgenland ist, auch in Zukunft eine sichere, möglichst umweltschonende und kostengünstige Energieversorgung sicherstellen zu können“, so Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits. Zu den Investitionen zählen das Innovationslabor „Green Energy Lab“, welches an der Entwicklung von Projekten für eine 100 Prozent erneuerbare Energiezukunft arbeitet, sowie das Projekt „power2heat Neusiedl“, welches mit einem ganz neuen, innovativen Konzept Wärmepumpentechnologie, Batteriespeicher und Windstrom für Fernwärme in der Region kombiniert. Auch der Smart Meter-Rollout - der Einbau von digitalen Stromzählern - konnte kontinuierlich gesteigert werden. Anfang Dezember waren mit 100.000 eingebauten Smart Meter bereits die Hälfte aller Zähler im Burgenland auf den neuesten Stand gebracht. Erste Pilotprojekte, die Kunden die Vorteile von Smart Metern im täglichen Gebrauch zeigen sollen, haben ebenso gestartet.

Positive Bilanz bei den Dienstleistungen
Die Energie Burgenland konnte sich am burgenländischen Servicemarkt auch 2017/18 erfolgreich behaupten. Die Geschäftsbereiche der Energie Burgenland Wärme und Service GmbH umfassen den Gerätekundendienst, Wärmelösungen und Energiekonzepte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Kundendienst mit 15.011 Wartungen (Vorjahr 12.875) eine deutliche Steigerung erzielen. Auch für das Geschäftsjahr 2018/19 plant der burgenländische Energiedienstleister einen besonderen Fokus auf den Service zu legen. Bereits seit 20 Jahren bieten wir unseren Kunden ein Bonuspunkteprogramm. Im Jubiläumsjahr können Kunden beim Kauf ausgewählter Geräte bei den 150 Servicepartnern zusätzliche Jubiläumsvorteile einlösen. „Darüber hinaus will die Energie Burgenland auch durch die Entwicklung neuer Produkte in den Bereichen Mobilität, Wärmelösungen und Energiekonzepte, sowie der Steigerung der Energieeffizienz, ihren Status als kompetentes und serviceorientiertes Energieunternehmen weiter ausbauen und festigen“, so Vorstandsdirektor Alois Ecker.

Stetige Energie-Erzeugung sowie Energie-Vertrieb
Im GJ 2017/18 wurde mit 225 Windkraftanlagen der Energie Burgenland Windkraft GmbH und ihrer Tochterunternehmen rd. 917 GWh (VJ: 1.005 GWh) Strom erzeugt. Die Gesamtleistung der Windanlagen beläuft sich mit Ende des Geschäftsjahres auf 522 MW. Mit der energetischen Nutzung von Biomasse konnte das Unternehmen mit ihren Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen insgesamt 144 GWh (Vorjahr 115 GWh) an Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Zudem produzierten die Blockheizkraftwerke und Photovoltaikanlagen rund 14 GWh (Vorjahr 12 GWh) Strom. Auf der anderen Seite konnte die Energie Burgenland 2017/18 1.281 GWh Strom verkaufen, was eine Steigerung um 1,78 Prozent bedeutet (Vorjahr 1.258 GWh). Im Erdgasbereich wurde ein Absatzvolumen von 1.132,2 GWh erzielt, was um rund 8,84 Prozent unter dem Wert des Vorjahres liegt (1.242 GWh).

Intelligente Vermarktung von Windenergie
Als Österreichs größter Windstromerzeuger hat die Energie Burgenland die strategische Entscheidung getroffen, die Windstromerzeugung, die nicht mehr über das Förderregime vermarktet wird, selbst in einer eigens geschaffenen Energiewarte zu vermarkten. Diese zukunftsweisende Entscheidung hat sich als zu 100% richtig erwiesen. Zum einen konnte dadurch bisher bereits ein Gewinn von rund 1,3 Mio. EUR erzielt werden, andererseits kommt es durch neue gesetzliche Regelungen für Erneuerbare Energie zu einer stärkeren Integration der Windenergie in den Strommarkt. Neben der Erzeugung aus den 140 Anlagen der Energie Burgenland Windkraft, die nicht mehr über das Förderregime abgewickelt werden, vermarkten die Mitarbeiter der Energiewarte auch die Windenergie aus Anlagen anderer Windkraftbetreiber.  

Mitarbeiter von Morgen
Die Energie Burgenland beschäftigt derzeit 886 Mitarbeiter, davon sind 40 Lehrlinge in Ausbildung. Das Unternehmen setzt sich stark für die individuelle Talent-Management-Förderung ein, insbesondere für zukünftige Veränderungen aufgrund der Digitalisierung. So sollen gezielt interne und externe Talente gesucht und erkannt werden, um sie für die Anforderung der Zukunft zu schulen und aufzubauen. Auch bei der Lehrlingsausbildung wird ein besonderes Augenmerk auf die individuelle Förderung gelegt, zudem sollen weitere Lehrberufe etabliert werden.

Strategie 2025
Im vergangenen Jahr hat die Energie Burgenland die bestehende Strategie zur Strategie 2025 evaluiert. Die neue Strategie setzt dabei den Fokus auf die Weiterentwicklung bekannter Stärken, um das Unternehmen auf die dynamischen Umfeldveränderungen am Energiemarkt vorzubereiten. Das Geschäftsmodell der Energie Burgenland folgt dabei nach wie vor den klassischen Wertschöpfungsstufen. Die traditionelle Stärke und der Ausbau im Ökologie-Bereich bleibt die Basis der strategischen Ausrichtung der Energie Burgenland. Die Ökostromproduktion soll in diesem Zusammenhang in Zukunft vermehrt auf weitere Erzeugungsarten wie Photovoltaik ausgedehnt werden und zugleich auch die Basis für Produktinnovationen sein. 
Denn durch neue Technologien ist das Marktumfeld im kontinuierlichen Wandel. Diesen Trend will die Energie Burgenland mit Innovationen und Prozessoptimierungen positiv nutzen. Hand in Hand mit den neuen Technologien werden auch die Kundenbedürfnisse individueller und folglich zum Schlüssel für neue Geschäftsmodelle. Die Energie Burgenland plant daher, sich zukünftig vermehrt auf Anwendungs-Innovationen zu fokussieren, um ihren Kunden neue Lösungen anbieten zu können. Schwerpunkte sind dabei der Wind- und PV-Bereich, Power-to-X Technologien für die Speicherung oder anderweitige Nutzung von Stromüberschüssen und Wasserstoff als Treibstoff für die Mobilität der Zukunft.

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