Wie geht der Zählerwechsel vor sich?

Der Wechsel auf die neuen Smart Meter funktioniert wie ein normaler Zählertausch, wenn zum Beispiel eine amtliche Nacheichung notwendig wird. Der neue Zähler wird am Platz des alten Zählers installiert und der Tausch dauert bei technisch einwandfreien Zählerplätzen rund 15 bis 30 Minuten, jedenfalls nicht länger als 45 Minuten. Durch den Zählertausch fallen weder Staub noch sonstige Verschmutzungen an.

Welche Informationen werden Kunden zur Verfügung gestellt?

Den Kunden werden in jedem Fall die gesetzlich notwendigen Informationen laut Datenformat- und Verbrauchsinformationsdarstellungsverordnung 2012 (DAVID-VO 2012) (Verbrauch, Leistung, Lastgang, Kennzahlen, Benchmarks) zur Verfügung gestellt.                        

Wie häufig wird der Zähler ausgelesen?

Für Strom regelt die "Intelligente Messgeräte-Anforderungsverordnung 2011 (IMA-VO 2011)", dass die Intelligenten Messgeräte die Möglichkeit bieten müssen, über eine Kommunikationsschnittstelle einmal täglich alle bis Mitternacht des jeweiligen Kalendertages erfassten Daten (Zählerstände, Leistungsmittelwerte oder Energieverbrauchswerte) bis spätestens 12:00 Uhr des darauffolgenden Kalendertages an den Netzbetreiber auszugeben.

Die "Intelligente Gas-Messgeräte-AnforderungsVO 2012 (IGMA-VO 2012)" besagt, dass alle Messwerte die bis 6:00 Uhr (Gastag) des jeweiligen Tages erfasst wurden, bis spätestens 12:00 Uhr des jeweiligen Tages beim Netzbetreiber einlangen müssen.

Wird es mit der Einführung von Smart Metering auch neue Zählerplätze geben (zentral)?

Nein, die neuen Zähler werden an Stelle der derzeitigen Zähler montiert.

Muss in der Kundenanlage (Wohnung, Haus) etwas geändert werden?

Nein, der Zählertausch erfolgt unter denselben Gesichtspunkten wie ein Tausch aufgrund amtlicher Nacheichung.

Bestehen beispielsweise Sicherheitsmängel in der Kundenanlage, so müssen diese wie bisher vor einem Zählertausch bereinigt werden.

Müssen in der Wohnung Leitungen verlegt werden?

Nein, der Smart Meter wird anstatt des herkömmlichen Zählers montiert und erfordert keinerlei Änderung an der Anlage des Kunden.

Gibt es Auswirkungen bei der Übertragung der Zählerstände?

Nein. Die eingesetzten Geräte müssen alle gesetzlichen Bestimmungen einhalten.

Die Übertragungsleistung eines Smart Meter liegt unter der Leistung von anderen elektronischen Geräten, die häufig verwendet werden (Handy, WLAN, Babyphon, …). Darüber hinaus sendet der Zähler nicht permanent, sondern nur, wenn die Daten übertragen werden, und zwar einmal täglich.

Muss für Smart Metering aufgegraben werden?

Nein, es werden bestehende Datenübertragungsmöglichkeiten genutzt.

Ist das neue System bereits getestet?

Ja. Die Tests umfassten sowohl die „technischen“ Prozesse der Smart Meter (Ein-/Auszugsprozess, Einschaltebereitsetzung, Erstmontage, usw.) als auch alle „verrechnungsrelevanten“ Prozesse.

Können Smart Meter auch Wärmepumpentarif und die Einspeisung von Photovoltaikanlage zählen?

Ja. Ein Smart Meter kann unterschiedliche Tarifmodelle und auch Überschusseinspeisung zählen, es ist kein zweiter Zähler notwendig. Es handelt sich um eine saldierende Messung.

Derzeit gibt es keine Smart Meter für Zweipfadzähler oder Wandlermessung.

Wie erfolgt die Datenübertragung?

Im Pilotprojekt werden die Daten vom Zähler zum Konzentrator mit Kurzstreckenfunk oder PLC (Powerline Communications, über die Stromleitung) übertragen, vom Konzentrator in die Zentrale über eigene Glasfaserkabel oder über Mobilfunk.

Die Mobilfunkmodule, die im Pilot zum Einsatz kommen, haben eine eigene nationale Datenroamingkarte.

Wie sehen die neuen Stromzähler aus?

Die neuen Stromzähler haben ähnliche Abmessungen wie die herkömmlichen Ferraris-Zähler, aber leichter. Die meisten elektronischen Zähler haben ein helles Gehäuse.

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